Klimawanderungen 2026
24.09.2026
Klimawandel dort erleben, wo er sichtbar wird
Gletscher im Wandel, veränderte Landschaften und neue Herausforderungen im Hochgebirge: Bei den Klimawanderungen der KLAR! Kaunergrat wurde der Klimawandel im Sommer 2026 unmittelbar erlebbar. Gemeinsam mit dem Tourismusverband Kaunertal wurden drei alpine Touren entwickelt, die Bergerlebnis mit Wissensvermittlung verbinden. Regionalen Bergführer vermittelten direkt vor Ort, wie sich das Klima und die alpine Landschaft verändern und welche Herausforderungen daraus entstehen.
Drei Touren – ein gemeinsames Ziel
Die drei Klimawanderungen führten in unterschiedliche Bereiche des Kaunertals und machten die Veränderungen im Hochgebirge aus verschiedenen Perspektiven erlebbar.
Gepatschferner erleben
Die erste Tour führte bis zur Gletscherzunge des Gepatschferners und weiter auf das Gletscherplateau. Zwischen Gletscherspalten, Gletschermühlen und Eisabbrüchen wurde die Dynamik des Gletschers unmittelbar sichtbar. Der Rückgang des Eises und die Veränderung der Gletscherlandschaft konnten direkt vor Ort nachvollzogen werden.
Gepatschferner & Brandenburgerhaus
Die zweitägige Tour führte vom Gletscherskigebiet aus über die Weißseespitze und den Gepatschferner zum Brandenburgerhaus auf 3.272 Meter. Am zweiten Tag wurde der Fluchtkogel bzw. die Damannspitze bestiegen. Die intensive Auseinandersetzung mit der Gletscherwelt machte die Auswirkungen des Klimawandels besonders eindrücklich erlebbar.
Madatschjoch – auf 3.020 Meter
Von der Verpeilalm führte die Wanderung über die Verpeilhütte und vorbei an den Madatschtürmen zum Madatschjoch. Im Mittelpunkt standen die Veränderungen des hochalpinen Naturraums und die Frage, wie sich alpine Landschaften an veränderte klimatische Bedingungen anpassen.
Vom Beobachten zum Verstehen
Die Klimawanderungen zeigen: Klimawandel ist in unserer Region keine abstrakte Entwicklung. Veränderungen lassen sich in der Landschaft beobachten und anhand konkreter Beispiele verstehen. Neben der Gletscherschmelze wurden auch Themen wie Naturgefahren, Permafrost, alpine Ökosysteme und Klimawandelanpassung aufgegriffen. Damit wurde vermittelt, wie Natur und Menschen mit den sich verändernden Bedingungen umgehen und welche Anpassungsmaßnahmen notwendig werden.
Erfolgreicher Sommer 2026 Das Angebot stieß auf großes Interesse: Mehr als 40 Teilnehmer:innen nahmen an den drei Klimawanderungen im Sommer 2026 teil. Die Klimawanderungen verbinden damit alpine Naturerfahrung, regionale Wissensvermittlung und Klimawandelanpassung – und machen sichtbar, was sich in unserer Bergwelt bereits verändert.